Grabbers

Tote Wale, verschwundene Fischer und der Dorfsäufer der angeblich ein Monster gefangen hat lassen den Inselpolizisten O’Shea und seine neue Kollegin nur zu einer Schlussfolgerung kommen: Aliens sind in der kleinen irischen Gemeinde gelandet. Und diese sind verdammt hungrig auf Menschenfleisch. Doch die schleimigen Tentakelviecher haben eine Schwäche: Alkohol im Blut. Das lässt sich ein echter Ire natürlich nicht zweimal sagen und so verbarrikadiert man sich in der örtlichen Kneipe mit Ale und Schnaps. Doch werden die Alkoholreserven ausreichen um die Nacht zu überstehen?
Gute CreatureFeatures sind heutzutage leider Mangelware. In einer Zeit in der The Asylum den Markt mit Giganto-Monster-Movies auf PS1 Niveau überflutet (die ab und an ja auch mal ganz witzig sind), sind wirklich charmante Produktionen mit Herz nur noch selten zu finden.
Herz hat Grabbers einfach, dass muss man dem Film zugestehen. Egal ob in Story, Figuren oder den Monstern, überall steckt so viel Liebe drin das man sich als Fan einfach ernst genommen fühlt. Fangen wir mit den Aliens an, die trotz CGI super gemacht sind. Die Viecher gibt es in 3 Größen, von handlich klein bis autogroß, die sich alle gut ins Bild integrieren. Sehen andere CGI-Monster oft einfach unnatürlich aus hat das SpecialEffects-Team hier ganze Arbeit geleistet. Das es teilweise doch etwas blutarm zugeht sei auf Grund des gute Laune Feelings gerne verziehen.
Wo wir dann auch schon bei dem Humor sind, der ist typisch irisch-trocken und driftet nie ins blödelige ab. Natürlich basieren viele Gags zum Ende hin auf der besoffenen Dorfbevölkerung, die sind aber alle so sympathisch das man ihnen gerne beim wanken, feiern und kämpfen zuschaut. Auch so ein Novum bei einem Monsterfilm, es macht genauso viel Spaß den trotteligen Polizisten beim ermitteln zuzuschauen wie sich an der Alienaktion zu ergötzen.
Grabbers ist bestimmt kein Film der sich auf ewig ins Hirn einbrennen wird, die Scheibe wandert aber sicherlich noch öfters in Player. Ein Film der einfach Spaß macht und ein absolutes Highlight unter den neueren CreatureFeatutes ist.
Punkte: 7 von 10
V/H/S 2 RedBand-Trailer
Hier ist er, mein erster Blogeintrag erstellt über ein Smartphone. Aber es gibt nunmal Sachen da darf man einfach keine Zeit verlieren, man muss seine Euphorie quasi sofort ins WWW hinaus posaunen. Der absolut geniale RedBand-Trailer zu V/H/S 2 ist so ein Fall, meine Güte, die 2 Minuten machen so derbe Lust auf mehr! Ich liebe einfach das Konzept und den damit verbundenen FoundFootage-Style. Na ja, lange müssen wir ja auch nicht mehr ausharren, da ich auf eine Disc-VÖ nicht warten kann wird der Streifen direkt am 06.06 über ITunes geliehen. Stay tuned
Evil Dead

Um ihre Drogensucht endlich hinter sich zu lassen flüchtet sich die junge Mia in die einsame Waldhütte ihrer Eltern. Als Unterstützung hat sie ihren Bruder und drei gute Freunde dabei. Die Hütte ist mittlerweile ziemlich heruntergekommen und ein seltsamer Geruch lockt die illustre Gruppe in den Keller wo zwischenzeitlich wohl ein Professor seinen okulten Forschungen nachgegangen ist. Hier finden sie neben einigen massakrierten Tieren auch ein in seltsames Leder gebundenes Buch, das sagenumwobene Buch der Toten. Natürlich siegt die Neugier und es wird munter darin herumgeblättert, auch eine Formel laut daraus vorzulesen scheint man für eine gute Idee zu halten. Doch damit ruft man einen mächtigen Dämon auf die Erde und für Mia und ihre Freunde beginnt eine schmerzhafte Nacht.
Remakes… Von vielen geächtet brachte uns die Recyclingmaschinerie Hollywoods neben viel Mist (A Nightmare on Elm Street) auch einige wirkliche Genrehighlights (Dawn of the Dead, The Hills have Eyes, Piranha). Das so viele Jahre ins Land zogen bis es dann auch endlich The Evil Dead traf ist da schon ein wenig verwunderlich. Die anfängliche Skepsis der Fans schlug nach dem ersten blutgetränkten Trailer dann aber schnell in Euphorie um. Doch kann der Film wirklich halten was der der Trailer verspricht?
Verdammt ja, er kann! Evil Dead katapultiert das moderne Splatterkino in eine ganz neue Dimension. War man durch die TorturePorn-Welle der letzten Jahre ja schon einiges gewohnt setzt Regisseur Fede Alvarez noch mal eins drauf. Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht dass ich außerhalb des Fantasyfilm Fests mal solche Splatterszenen in einem Cinemaxx zu sehen bekomme. Cuttermesser, Kettensägen, Nägel, kochendes Wasser und vieles mehr treffen auf den menschlichen Körper und die Kamera hält ohne Kompromisse drauf. Und gerade wen man denkt das die Spitze des Bluteisbergs ist erreicht leitet der Film ein furioses Finale ein in dem selbst dem abgebrühtestem Horrorfan die Kinnlade runterklappt.
Aber nicht nur in Sachen Gewalt kann Evil Dead mit den glorreichen 80er Streifen mithalten, auch die Atmosphäre stimmt. Düster, dreckig und ohne eine Spur Humor erzeugt der Film eine ausweglose Stimmung bei der weder bei den Charakteren noch bei den Zuschauern eine Spur von Hoffnung aufkommt. Der Soundtrack hält sich dabei dezent im Hintergrund, die treibenden Beats des Trailers kommen leider nicht zum Einsatz.
Kommen wir nun aber zu den wenigen negativen Punkten. So richtig gruselig geht es hier nicht zu. Das der Großteil der Party im laufe des Filmes draufgehen wird ist eh jedem klar, leider sind die Charaktere auch eher Genre-Standards. Die Klasse eines Ash wird natürlich zu keiner Zeit erreicht, aber das war wohl auch nicht Ziel der Macher. Generell bietet das Remake einige Veränderungen zum Original so dass in keinster Weise von einem einfallslosen Abklatsch die Rede sein kann.
Der fehlende Ash ist dann auch das einzigste Manko gegenüber dem (meiner Meinung eh arg überschätzten) Original The Evil Dead. Alles in allem ist das Remake ein wahres Geschenk für jeden Horrorfan und man kann sich nur wundern wie es der Film ungeschnitten durch die Freigabe geschafft hat. Schön das sich das lange Warten und der Hype endlich mal wieder gelohnt haben. Evil Dead ist einer der wenigen Film bei denen ein zweiter Kinobesuch schon fest eingeplant ist. Super!
Generell gewundert hatte ich mich über das doch recht junge Publikum in der Vorpremiere. Ob die wohl alle wissen dass es sich hier um das Remake des legendären Tanz der Teufel handelte
Punkte: 9 von 10
PS: Bitte unbedingt bis nach dem Abspann sitzen bleiben, Fans werden dann noch mit einem richtigen Schmankerl belohnt.
Aftershock Trailer
Eli Roth schlägt mit seiner bereits aus Hostel bekannten Formel aus Sex und Gewalt erneut zu! In Aftershock wird nun noch ein wenig Katastrophenfilm dazugemixt und fertig ist der nächste potentielle Partyhit. Der Trailer macht jedenfalls Lust auf mehr, auch wenn scheinbar das Ende schon dick darin gespoilert wird… Anschauen auf eigene Gefahr
The Lords of Salem

Heidi ist DJ eines lokalen Radiosenders im beschaulichem Salem, welches berühmt für seine Hexenverfolgung im 16 Jahrhundert geworden ist. Als eines Tages eine Vinyl-LP in einer altertümlichen Holzbox beim Sender abgegeben wird, ahnen Heidi und ihr Team nichts böses und spielen die Platte Live in der Sendung. Von da an wird sie von schrecklichen Visionen und Flashbacks verfolgt, die ein baldiges wiederaufstehen des Hexenkultes andeuten. Ist wirklich etwas dran an den alten Sagen oder driftet Heidi langsam in den Wahnsinn ab?
Lange musste ich warten bis der neue Film von Rob Zombie endlich in meinem Player lief. Schon im Vorfeld spaltete The Lords of Salem die Gemüter diverser Festivalbesucher! Aber hey, irgendwie bin ich dann wohl doch zu sehr Fanboy um auch nur ansatzweise Skepsis beim starten der DVD zu verspüren. Tja, selber Schuld!
Rob Zombies neustes Werk ist auf jeden Fall eigen und relativ weit weg vom Mainstream. Mit einem verhältnismäßig geringen Budget gedreht widmet er sich mit der Hexerei einem Thema das in den letzten Jahren im Genrefilm doch stark vernachlässigt wurde. Parallelen zu Der Exorzist und Rosemary’s Baby sind unverkennbar, auch der düstere 80er-Jahre Look weiß zu gefallen. Überhaupt hat The Lords of Salem teilweise etwas experimentelles, ja geradezu psychodelisches an sich, das dem Großteil der aktuellen Produktionen einfach fehlt. Man mag sich fast zurückversetzt fühlen in die wilden 70er, wo Filme noch unter LSD-Einfluss gedreht wurden.
Es tut mir ja fast weh, das war es aber auch schon fast mit den positiven Punkten. The Lords of Salem wirkt über große Teile einfach unstrukturiert und zerfahren. Flashbacks, Traumsequenzen und eine wirre Story nerven eher als das sie unterhalten. Schlimmer noch, zwischendurch herrscht hier immer wieder Langeweile. Es fällt einfach schwer mitzufiebern, was vor allem an den Charakteren ohne jegliche Tiefe liegt. Alle Personen bleiben blass und Abziehbilder typischer Genrecharaktere, Zombie schafft es nicht einmal Sympathien für seine Figuren aufkommen zu lassen. Natürlich ist auch Sheri Moon Zombie wieder dabei und versucht sich dieses mal sogar an der Hauptrolle Heidi. Das ihr Knackarsch direkt in ihrer ersten Szene zu sehen ist bleibt wohl das nennenswärteste an ihrer Darbietung. Sheri gelingt es nicht die zerrissene Person glaubhaft darzustellen oder ihr ein gewisses Profil aufzudrücken. So folgen wir Heidi von einer Szene zu nächsten und letztendlich ist es doch relativ egal ob sie unter die Räder kommt oder es schafft den Hexen einhallt zu gebieten. Allerdings muss man sagen dass sie sich für ihre 42 Jahre recht gut gehalten hat. Ansonsten gesellen sich natürlich noch Ken Foree, Sid Haig und Dee Wallace-Stone zur Cast, aber die gehören wohl mittlerweile eh zu jedem Rob Zombie Film dazu.
Leider schwankt die Qualität auch in den zu spärlich vorkommenden Grusel-Szenen. Teilweise wirklich schön ausgeleuchtet und durch minimalistische Mittel angenehm scary sind viele von Zombies Einfällen einfach an den Haaren herbei gezogen oder unfreiwillig komisch. Der Hexentanz bei dem mehrere alten Frauen um ein Feuer herum springen und sich gegenseitig anschreien wirkt z.B. wie eine Aufführung der örtlichen Laientheater-Gruppe. Auch die Idee das die Hexen Ihre Ritualsmusik auf LP aufgenommen haben und der örtliche Radiosender diese mehrmals abspielt mag nicht wirklich einleuchten.
Das ist wirklich mehr als schade, denn in einigen Szenen kommt geradezu eine argentoeske Atmosphäre auf. Zombie verzettelt sich mit zunehmender Laufzeit immer mehr und The Lords of Salem gipfelt in einem doch sehr unbefriedigendem Finale. Allerdings muss man Zombie auch zu Gute halten das er nichts auf den Mainstream gibt und einen Film ganz nach seinen Wünschen geschaffen hat. Das nächste mal dann aber bitte mit mehr Feinschliff!
Punkte: 5 von 10
Hatchet 3 Trailer
Victor Crowley wird auch ein drittes mal die Leinwand mit literweise Blut überschütten. Ob das gut oder schlecht ist wird sich aber noch heraus stellen. War der erste noch eine ordentliche Partygranate, langweilte Teil 2 trotz herrlich kruder (handgemachter) Gore-FX doch fast über die komplette Laufzeit. Aber vielleicht besteht ja Hoffnung! Die Deadline konnte Hatchet 3 wohl bereits auf dem AFM sichten und meinte das Fans des ersten Teils wieder versöhnt werden könnten. Hoffentlich, der Trailer rockt jedenfalls. Da 1 und 2 ebenfalls auf dem Fantasyfilm Fest liefen stehen die Chancen wohl gut auch diesen Sommer dort wieder 90 blutigen Minuten zu erleben.
V/H/S 2 Poster
Ja liebe Freunde der gepflegten Wackelkamera-Unterhaltung, hier ist endlich ein neues Poster zu V/H/S 2! Wer den ollen Blog hier schon etwas länger verfolgt weiß vielleicht wie sehr ich den ersten Teile schätze (Review), dementsprechend gespannt bin ich natürlich auf den Nachfolger. Auf einigen Festivals lief V/H/S 2 bereits und konnte größtenteils positive Stimmen ernten. Am 06.06 wird der Film auf den Video on Demand Portalen erhältlich sein, ab dem 12.06 folgt dann die Kinoauswertung in den USA. Ich hoffe ja weiterhin auf ein Screening auf dem Fantasyfilm Fest, also Daumen drücken.
Taeter City Trailer
Bei meiner morgendlichen Rundreise durch die blutigen Seiten des Internets bin ich gerade bei http://www.schnittberichte.com auf den Trailer zu Taeter City gestoßen. Taeter City ist der zweite Film der Adam Chaplin Macher (hier bereits für AWESOME befunden) und scheint wohl wieder in gleiche megabrutale aber nicht all zu ernste Kerbe zu schlagen. Mir soll’s nur recht sein! Der Film kommt angeblich im Laufe des Jahres im Mediabook vom neuen AT-Label Sensibel Pictures. Ok, ein überteuertes Mediabook brauche man von dem Film wohl nicht, da bestelle ich lieber direkt über über die Hompepage der Macher. Ein Review folgt
Blind Alley

Da sie am nächsten Morgen ein wichtiges Vortanzen hat und ihre Waschmaschine kaputt ist begibt sich die junge Rosa spät Nachts noch in den Waschsalon der am Ende der nahegelegenen Sackgasse liegt. Als plötzlich ein Straßenpenner den Raum betritt bricht Rosa in Panik aus, doch ein sympathischer junger Mann eilt ihr zu Hilfe. Die beiden kommen sich langsam näher, zu spät bemerkt Rosa die Wäsche des Mannes die scheinbar blutgetränkt ist…
Ok, stellen wir 2 Sachen mal direkt zu Anfang klar:
- Haupdarstellerin Ana de Armas ist so was von niedlich, hoffentlich sieht man die Dame zukünftig noch öfters!
- Es gibt einige wirklich nette Farb- und Bildspielereien die Blind Alley wenigstens etwas von der Genrekonkurrenz abhebt.
Tja, das war es dann leider auch schon mit den positiven Aspekten von Blind Alley. Schade, denn eigentlich bietet der Film den ein oder anderen interessanten Aspekt, diese werden aber leider nur kurz angeschnitten und dann nicht wieder aufgegriffen. Was hat es mit Rosas Schlaflosigkeit auf sich; warum hat sie ein so seltsames Verhältnis zu ihrer Schwester; was sind das für seltsame Flashbacks?! Fragen über Fragen die leider nicht beantwortet werden.
Die Location an sich ist auch nett, der Waschsalon am Ende einer Sackgasse ist in der Nacht ein gespenstischer Ort, bietet aber leider nun mal nicht all zu viel Abwechslung. Auch der Killer macht am Anfang nicht viel mehr als ihr von draußen zu drohen. Ach ja, hatte ich erwähnt das es knapp 30 Minuten dauert bis es überhaupt mal losgeht… BEI EINEM 73 MINTEN FILM! Und damit sind wir auch schon beim größten Problem von Blind Alley, es passiert einfach zu wenig. Letztendlich besteht der Film aus einem mehr oder weniger lahmen Katz und Maus Spiel, einem mehr oder weniger lächerlichen Twist und einem mehr oder weniger aktionreichen Finale. Man hat das Gefühl einen Kurzfilm zu sehen der mit (viel zu) vielen Füllszenen (extrem) in die Länge gezogen wurde. Als 30 Minuten Shorty wäre Blind Alley durch die schöne Farbgebung in einigen Szenen bestimmt ein Knaller geworden. Auch der Twist hätte viel besser in einen Kurzfilm gepasst, so wirkt das Ganze nur lächerlich und an den Haaren herbeigezogen.
Tja, und das war es dann leider auch schon, viel mehr gibt es zu Blind Alley auch nicht zu schreiben. Wenn überhaupt solltet Ihr bei Interesse die Videothek Eures Vertrauens zu Rate ziehen, ich bin mit dem Kauf jedenfalls nicht Glücklich geworden.
Punkte: 3 von 10
Kurzfilm: Hungry Hickory
Na, habt Ihr mal wieder Bock Euch den schnelle Gruselkick zu geben?! Licht aus und einfach den kleinen Film starten
Hungry Hickory lief vor einigen Jahren im Kurzfilmprogramm des Fantasyfilm Fests und hat seine Wirkung auch auf der großen Leinwand nicht verfehlt.

